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Der gekaufte Winter

Eine Bilanz der künstlichen Beschneiung in den (Bayerischen) Alpen

Sylvia Hamberger und Axel Doering,

Gesellschaft für ökologische Forschung und Bund Naturschutz in Bayern

Kurzfassung

Die global gemittelte Temperatur der Erde ist seit Beginn der Industrialisierung um 1°C angestiegen. Das Jahr 2014 war weltweit das wärmste Jahr seit 1880, dem Beginn der Aufzeichnun-gen - gefolgt vom Jahr 2015 mit einem neuen Temperaturrekord.

Beim 21. UNO-Klimagipfel (COP21) in Paris wurde das erste internationale Abkommen zum Klimaschutz von 196 Ländern angenommen. Die vorgelegten Maßnahmen reichen aber längst nicht aus, um den Temperaturanstieg deutlich unter 2 Grad zu halten, schon gar nicht, um ihn auf 1,5 Grad zu begrenzen. Nur so wären aber eine drastische weitere Zunahme von Wetterextremen und ein Meeresspiegel-Anstieg vielleicht noch abzuwenden.

Nur ein Wunder kann da noch helfen.

Auf ein Wunder im Klimawandel hoffen auch die Skigebietsbetreiber im Alpenraum. Zuerst haben sie den Winter mit Kunstschnee verlängert. Nun schmilzt im Klimawandel auch der Kunstschnee.

Aber das Mantra heißt noch immer „Mehr Beschneiung“. Die Verheißung von Schneesicherheit ist zum Geschäft mit dem Schnee geworden. Seine Basis ist der „Industriekomplex Kunstschnee“.

In den Skigebieten der Alpen verdrängt man die symbolische Dimension dieses inszenierten Winters, der nur mit hohem Wasser- und Energieverbrauch aufrecht erhalten werden kann. Mit einer „Flucht nach vorn“ glaubt man das Schwinden des Winterschnees auszugleichen - und beschleunigt damit noch den Klimawandel.

Die Studie „Der gekaufte Winter“ beschreibt anhand von Dokumenten, Daten und Beispielen, wie der Industriekomplex „Kunstschnee“ funktioniert, wer zahlt und wer verdient. Das Ausmaß der künstlichen Beschneiung in den Alpen, der Energie- und Wasserverbrauch werden mit neuen Fakten belegt. Ein Kapitel widmet sich dem Ausbau mit Beschneiung in bayerischen Skigebieten.

Studie zum Herunterladen

"Der gekaufte Winter" (123 Seiten / ca.1,7 MB)

Studie "Der gekaufte Winter"

Zusammenfassung der Studie (8 Seiten / ca. 400 kB)

Pressemitteilung "Das Geschäft mit dem Schnee" (ca. 600 kB)

Pressestimmen

Für die Schweiz

Medienmitteilung "Winter auf Teufel komm raus?" vom 07.12.2015 von Mountain Wilderness

"Künstliche Beschneiung in der Schweiz: Ausmass und Auswirkungen" Forschungsarbeit von Gabriela Iseli